Würzburg (fe) - Welchen Respekt der aktuelle Lauf der SG Randersacker bei den Konkurrenten erzeugt, lässt sich in letzter Zeit bei den Spielen gut beobachten. Keine Niederlage in den letzten sechs Spielen zeigt dem Gegner, dass im Team um Trainer Markus Büchner alles richtig gemacht wird. Die besondere Härte und den daraus resultierenden Frust die die SGR bei der gegnerischen Abwehr erfahren muss, wird im eigenen Lager kurzerhand in Motivation umgemünzt. NUR SO! erreicht man als Team solch ein Ergebnis wie am gestrigen Abend.

Bildmaterial der TGW
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Mit ungewohnt schlechter Abwehrarbeit und vielen technischen Fehlern begann die SGR in der Würzburger TGW-Halle. Bis zum 5:2 haderte die SG an sich selbst. Aus Sicht der Gastgeber kam allerdings ein Bruch in das Offensivspiel und die SGR konnte sich zumindest in der Abwehr fangen .

Viel zu statisch agierten die Mannen um Trainer Markus Büchner in der gegnerischen Hälfte. Zwar wurden konsequent Auftakthandlungen gespielt, doch genauso konsequent unglaubwürdig präsentierte man den Abschluss gegenüber den Gästen aus Würzburg. Und so folgten nach jedem Spielzug Einzelaktionen, die jedoch nicht zwingend genug zum Torerfolg führten. Obendrein gesellten sich dann auch noch technische Fehler in das Spiel der SGR, welche einen schwarzen Tag im Angriff vollends abrundeten. Zumindest der Wille und die Kampfbereitschaft stimmten von der ersten Sekunde an. So erzielten die TGW ebenso wenig Treffer wie die Hausherren, da die Abwehr um den Mittelblock Dominik Richter und Jonas Vogtherr relativ sicher stand. Dahinter konnten sich die Randersackerer auf einen gut aufgelegten Thorsten Wagenbrenner verlassen, der einige Hochkaräter der Würzburger entschärfte. Wäre nicht die erwähnte Schwäche zum Ende der ersten Halbzeit in der Offensive gewesen, so hätte es keinen Rückstand zur Pause für die Heimmannschaft gebraucht (16:13).

Die Kabinenansprache des Trainers sollte jedoch zumindest ein wenig in der zweiten Hälfte fruchten. War die SGR mit der Abwehrleistung völlig zufrieden, monierten man jedoch völlig zu recht die indiskutable Leistung im Positionsspiel der Offensive. Diese besserte sich zwar rein optisch in der zweiten Halbzeit nicht, jedoch bot man in den Einzelleistungen nun mehr Zug zum Tor. Die Defensive zeigte sich weiterhin sattelfest und legte gar eine Schippe oben drauf. Dies führte zu vielen, einfachen Toren über die zweite Welle und der Spitze Christian Stauder und sorgte für einen zermürbenden Sonntagnachmittag für die TG 48 Würzburg. Während das Spiel der TGW ausschließlich von zwei Akteuren lebte, so vermochte die SGR mit einem qualitativ breiteren Kader zu gefallen. Trainer Büchner wechselte ordentlich durch sorgte so für stetigen Schwung von der Bank aus.

Aus einer sehr guten Abwehrarbeit heraus fand die SGR immr wieder den schnellen Weg zum Tor und konnte sukzessive den Abstand schmälern. Erstmals in der 54. Minute gelang der 29:29 Gleichstand. Obwohl der Spielstand es nie vermuten lies, so hatte man insbesondere in der zweiten Halbzeit zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die SGR die schlechtere Mannschaft an diesem Tag stellt. Tore durch Jonas Vogtherr und Dominik Richter gaben Randersacker sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung in der 59. Minute. Und so kam es, dass zehn Sekunden vor Ende der Partie Thomas Binder das gerechte Remis erzielte.

So endet ein emotionales Bezirksligaspiel, dass seinen Reiz in Sachen Leidenschaft, Kampf und Wille hatte, verdient mit 31:31.

Bildmaterial der TGW
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